18 Fragen – und meine Antworten (Fragestunde – Teil 1)

„Frag mich was“ – das habe ich letzte Woche auf meiner Facebook-Seite gepostet. Und viele von euch haben mir ungewöhnliche und interessante Fragen gestellt. Danke dafür! Die Gewinnerinnen der fünf Goodiebags stehen fest, und ich gratuliere noch einmal allen herzlich. Sobald ich eure Adressen habe, gehen die kleinen Goodies auf die Reise.

Nun will ich euch aber mit den Antworten nicht länger auf die Folter spannen – schließlich soll eure Neugier gestillt werden 🙂

Lest also heute Teil 1 des „etwas anderen Interviews“ – diesmal nicht mit einem meiner Protagonisten, sondern mit mir selbst! (Teil 2 mit den Fragen 10 bis 18 erscheint morgen!)

Frage 1: Wie und wann bist zu zum Bücherschreiben gekommen?

Das wollten Jana Neumann, Stephanie Bieber, Simone Kampelmüller und auch Claudia Roe von mir wissen – und sie sind nicht die Einzigen: Dies ist die am häufigsten gestellte Interview-Frage überhaupt!

Antwort: Über viele Umwege 🙂 Zwar träumte ich schon als Kind vom Schreiben, doch jeder, dem ich diese Idee vorstellte, tat dies als „brotlose Kunst“ ab und riet mir zu einem „vernünftigen“ Beruf.

Deshalb nahm ich erst einmal Abstand von diesem Plan und wurde Juristin – schließlich schreibt man in diesem Beruf ja auch eine Menge. Doch dann kam ein Burnout dazwischen. Ich hängte die Robe an den Nagel und schrieb fortan Werbetexte. Das kam meinem Traum schon näher. Dann hatte ich plötzlich eine konkrete Romanidee – woher die kam, weiß ich heute gar nicht mehr. Sie spukte und spukte in meinem Kopf herum und ließ sich nicht mehr abwimmeln. Also schrieb ich eine Szene auf, mit Herzklopfen und der dringenden Hoffnung, dass keiner sie lesen würde 😉 Das war am 1. April 2013 (Kein Scherz!)

Dann war ich angefixt: Ich begann, jeden Tag weiter zu schreiben, und daraus entstand mein erster Roman: Herzgefängnis! Na ja, und heute sitze ich schon an Roman Nummer 6 …

Frage 2: Bereust du es manchmal, nicht früher angefangen zu haben, Bücher zu schreiben?

Ich danke Melanie Maria Hofmeister für diese Frage, mit der sie ein liebes Kompliment verbunden hat 🙂

Meine Antwort: Ja, tatsächlich bereue ich das manchmal. Hätte ich eher angefangen zu schreiben, so hätte ich am Beginn meiner Autorenkarriere sicher das eine oder andere Manuskript in der Schublade gehabt, das ich ziemlich schnell hätte veröffentlichen können – und so hätte ich vielleicht schneller bekannter werden können … Und ich hätte bereits früher in dem Traumberuf arbeiten können, den ich jetzt endlich ausüben darf!

Frage 3: Wo und wie sieht dein Arbeitsplatz aus?

Alexandra M. Richter hat diese Frage gestellt – und gleich dazu gefragt, ob ich dieses Jahr wieder auf der Frankfurter Buchmesse sein werde. Ines Heindl-Beck und Ania de Lux ergänzten die Frage um den Zusatz, wo ich am liebsten schreibe und ob ich dazu Musik im Hintergrund brauche.

Die Frage nach meiner Messeteilnahme kann ich schon einmal mit einem klaren „Ja, wenn nichts dazwischenkommt“ beantworten. Das Hotel ist bereits gebucht, der Stand der Sofaautoren ebenfalls – ihr könnt mich also dieses Jahr auf der Messe besuchen! Zur Frage nach meinem Arbeitsplatz hier ein Foto:

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Hier arbeite ich am liebsten, es sei denn, es ist Sommer und ich kann auf der Terrasse sitzen. Dann sieht das zum Beispiel so aus (wenn ich in Italien bin):P1010247

Musik höre ich vor dem Schreiben, um mich in Stimmung zu bringen – aber währenddessen fast nie. Ich kann mich bei absoluter Ruhe besser konzentrieren.

Frage 4: Wer oder was inspiriert dich?

Auch diese Frage verdanke ich Ines Heindl-Beck sowie Ladini Müller und Cindy Kruse, und sie ist leider schwer zu beantworten, da es so vieles gibt, was meine „Roman-Antennen“ zum Glühen bringt: Einerseits inspirieren mich bestimmte alltägliche Situationen, Geräusche, Gerüche oder auch Musikstücke. Viele Songs erzählen kleine Geschichten, die ich in Gedanken gerne zu großen Geschichten weiterspinne. Aber auch Fotos, Menschen, die ich treffe und die Erlebnisse, die sie mir erzählen, bringen mich immer wieder auf neue Ideen. Ebenso die Bücher die ich lese, und die Filme, die ich schaue.

Frage 5: Entwickeln deine Protagonisten beim Schreiben ein Eigenleben? Und führst du Gespräche mit deinen Protas?

Diese Frage von Andrea Werner muss ich mit einem klaren „Ja“ beantworten. Sie machen gelegentlich, was sie wollen und nicht das, was ich mir für sie ausgedacht habe! Bianca Kranz´ Frage schließt daran an – nämlich, ob ich mit meinen Darstellern rede. Nun ja … gelegentlich tadle ich sie für ihren Eigensinn 🙂 Scherz beiseite: Natürlich stelle ich den Hauptdarstellern viele Fragen, um sie besser kennenzulernen. Insofern rede ich natürlich schon mit ihnen, vor allem, bevor ich mit dem Schreiben anfange.

Frage 6: Welche Bücher hast du in der Jugend gelesen bzw. welche haben dich geprägt?

Liebe Rebecca D. Raddatz, es sind zu viele Bücher, als dass ich sie alle aufzählen könnte. Ich liebte (und liebe immer noch) gute Krimis, gut geschriebene Liebes- und sonstige Komödien und Spannendes aller Art.

Geprägt hat mich meine erzwungene Schullektüre: Nachdem ich unzählige Langweiler durchackern musste, war mir klar: Freiwillig lese ich nur noch, was mir Spaß macht! Dazu gehören NICHT: Bücher mit Taschentuchalarm, Horror, Dystopien und – von wenigen Ausnahmen abgesehen – Fantasy. Ok, ich bin ein Fan von Harry Potter, aber das war es fantasymäßig auch schon, denke ich.

Frage 7: Hast Du schon einmal das Gefühl gehabt, dass das, was du schreibst, plötzlich in deinem „echten Leben“ auftaucht? (Umstände, Probleme, Dialoge, Ideen, beschriebene Charaktere) Also nicht von deinem Leben in dein Buch, sondern gefühlt in die andere Richtung?

Ups. Flora Fortmann hat mich erwischt. Bei einer Frage, auf die ich die Antwort nicht weiß. Wenn etwas aus meinen Büchern im wahren Leben auftaucht, dann wahrscheinlich deshalb, weil es bereits dort war, bevor ich darüber geschrieben habe. Konkret ist mir das leider noch nicht aufgefallen – obwohl ich nichts dagegen hätte, einem meiner Helden einmal in Natura zu begegnen …

Daran schließt sich auch gleich die nächste Frage an –

Frage 8: Welcher deiner Protagonisten liegt dir besonders am Herzen und warum?

Linnea Mühl möchte das wissen – und ich muss ehrlicherweise sagen, dass mir immer gerade derjenige am meisten bedeutet, dessen Buch ich gerade schreibe 😉 Einfach, weil ich mich mit diesem am meisten beschäftige, er begleitet mich Tag und Nacht durch meine Gedanken und Träume.

Frage 9: Welche drei Sachen würdest du gerne mit auf eine einsame Insel nehmen?

Das ist leicht, liebe Silvia Hitschfel: Einen Kochtopf, ein sehr dickes Notizbuch mit Stift und einen E-Reader voller ungelesener Bücher!

Morgen lest ihr dann Teil 2 meiner Antworten. Habt ihr weitere Fragen? Dann hinterlasst sie einfach hier unten als Kommentar!

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  1. Pingback: Fragen und Antworten Teil 2 | Greta Schneider - Autorin

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