Leo König: Ein Interview

Klar: Lederjacke, T-Shirt, Jeans. Etwas anderes habe ich auch nicht erwartet von meinem Interviewpartner Leo König. Ich muss nicht lange warten, fast auf die Sekunde pünktlich betritt er das Bistro „T“ und winkt mir gleich zu (ich gebe mich durch ein Notebook auf dem Tisch zu erkennen).
Auffallend: Niemand dreht sich nach ihm um – man scheint ihn hier bestens zu kennen.
Als er mir die Hand schüttelt, stockt mir schon kurz der Atem – ich gebe es gerne zu. Er lächelt, und dieses Grübchen auf seiner rechten Wange – *seufz*
Ich hatte ihn mir ein bisschen anders vorgestellt. Größer vielleicht, und ein wenig arrogant. Aber das ist er nicht. Stattdessen drückt er meine Hand fest und und gönnt mir einen Blick aus seinen grünen Augen. Das folgende Interview ist deshalb wahrscheinlich nicht völlig objektiv …

Frage: Leo, wie geht es Ihren Rippen?

L.K. (fasst sich an die Brust): Keine Schmerzen mehr, falls Sie das meinen, aber irgendwie steht da jetzt irgendwas vor …
G.S.: Ohh, das tut mir leid.

L.K. (grinst spitzbübisch): Muss es nicht. Sieht ja keiner … Ich nehme es als Trophäe.

G.S.: Mal was anderes: Haben Sie schon Weihnachtsgeschenke?

L.K.: Gegenfrage: Haben Sie schon welche?

Ich: Wer führt hier das Interview?

L.K.: Also keine. Genau wie ich – ich gehe leider oft erst in der letzten Minute los. Nicht, dass ich nicht gerne schenke, aber nicht alle auf einmal!

Ich: Wissen Sie wenigstens schon, was Sie Ihrer Frau schenken?

L.K.: Ich habe gehört, dass Haushaltsgeräte nicht so gut bei euch Frauen ankommen (grinst).

Ich: Dieses Gerücht trifft zu! Wie werden Sie Weihnachten verbringen?

L.K.: Es ist das erste Mal, dass ich Heiligabend nicht bei meinen Eltern bin. Sabina und ich werden nach Menzow fahren und den Kaminofen anmachen. Am ersten Feiertag sind wir bei ihren Eltern eingeladen zum Gänsebraten, am zweiten werden wir mit meiner Familie ins Theater gehen – wenn mir keine Leiche dazwischenkommt – ich habe am zweiten Feiertag Rufbereitschaft …

Ich: Ist es schwer, an Feiertagen zu arbeiten?

L.K: Bisher nicht. Es ist besonders, alle wissen, das ist ein spezieller Tag. Es war immer so, dass man mit den Kollegen, die das gleiche Schicksal ereilt, eine tolle Gemeinschaft bildet, und sich zusammen über den Mangel an Privatleben hinwegtröstet.

Ich: Und was sagt Sabina dazu?

L.K. (lächelt): Sie ist natürlich nicht begeistert. Aber sie kommt damit klar. Ich bin halt Polizist … sie wusste das. Sie hat sich mit Freunden verabredet.

Ich: Und Silvester?

L.K. (lacht): Ich muss nicht zum Brandenburger Tor, falls Sie das wissen wollen. Aber Neujahr … da muss ich wohl raus – Rufbereitschaft!

Ich: Ist das nicht hart – arbeiten, wenn die Familie frei hat?

L.K.: Für die anderen ist es wohl härter als für mich. Ich bin das seit vielen Jahren gewöhnt. Ich versuche, das auszugleichen, wenn ich Überstunde abbummle.

Ich: Sind Sie noch Schlagmann im Achter?

L.K.: Sie werden es kaum glauben nach diesem Jahr – aber ja. Ludwig will mich zurück. (grinst) Wegen meinem Rhythmusgefühl …

Ich: Und Gitarre?

L.K.: Ohh ja … da erinnern Sie mich an was … das bleibt leider oft auf der Strecke. Der Tag hat eben nur 24 Stunden, wissen Sie?

Ich: Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

L.K. (schaut an die Decke und schmunzelt): Dienstlich gesehen, als K-Leiter – oder als Kriminalrat. Mal sehen, was die Zukunft da bringt. Und falls Sie privat wissen wollen: Als zweifacher Vater. Ich wünsche mir Kinder.

Ich: Üben Sie schon?

L. K.: Das geht Sie nun mal gar nichts an.

Ich: Sorry, aber ich habe Sie erfunden!

L.K. (lacht herzlich): Na und? Jetzt bin ich da. Und ich mache, was ich will!

Ich: Werden wir noch mehr von Ihnen hören?

L.K.: Ganz sicher, ich fürchte, meine Frau wird nicht dichthalten!

Ich bin es, die nun herzlich lachen muss. Ja, das fürchte ich auch – und verrate ihm, dass ich mich darauf freue. Er nimmt es entspannt – und und macht mir zum Abschied noch ein echtes Kompliment: „Also wenn es mich nicht schon gäbe – ich wüsste nicht, wer mich besser erfinden könnte als Sie!“

Er wünscht übrigens allen meinen Lesern ein entspanntes und frohes Weihnachtsfest. Drückt ihm die Daumen, dass er an den Feiertagen nicht zu viel arbeiten muss 😉

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

    • Liebe Simone, die Reihenfolge der Bücher ist wie folgt: 1. Herzgefängnis, 2. Herzensnarben, 3. ValentinsKuss. Alle drei Bücher sind Teil einer Reihe, können aber auch unabhängig voneinander gelesen werden.
      Liebe Grüße
      Deine Greta

  1. Alle Bücher habe ich jetzt gelesen ausser das ValentinsKuss das muss ich mir einteilen sonst hab ich nichts mehr zu lesen schmunzel ;-))

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